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(C) Frits Ahlefeldt: The Hikingartist.com

Kollaboratives Arbeiten ist der Treibstoff 4.0

Die neuen Unternehmensstrukturen

„Collaborate to Compete“ ist seit Jahrzehnten der Rat an alle KMU. Vernetzt auf einer digitalen Plattform erhöhen sie ihre Reichweite und bündeln ihre Kompetenzen. Auch kleine lokale Märkte unterliegen heute den globalen Trends und globale Trends schöpfen wiederum ihre Ressourcen aus kleinen lokalen Nischen.  

Industrie 4.0, die Vierte Industrielle Revolution, die lernenden Maschinen sind da.

Kollaboratives Arbeiten wird jetzt zur Überlebensstrategie für die Millionen KMU und ihre etwa 30 Millionen Wissensarbeiter, denn im virtuellen Hintergrund vollzieht sich die digitale Revolution der Arbeits- und Unternehmenswelt.

Von den KMU fordern sie unverzüglich extreme Kreativität, hohe Innovationspotenziale und den optimalen Einsatz digitaler Infrastrukturen. So können sie intern und extern kollaborativ, d.h. total vernetzt arbeiten.

Die digitalen Technologien ermöglichen heute allen KMU, materielle und immaterielle Ressourcen und Kompetenzen zu teilen:

  • treibstoff40Forschung & Entwicklung
  • Weiterbildung
  • Wissensmanagement
  • Back-End Prozesse

So sparen sie Kosten und Energien und können ihre Aktivitäten in Echtzeit skalieren. Je schneller sie offen und vernetzt skalieren, desto höher sind ihre Chancen.

Selbst Handwerksbetriebe schließen sich zunehmend regionalen Kompetenz-Klustern an und bleiben schlank und klein. Sie investieren lieber in SAP anstatt in Immobilien, Mobiliar… und Personal. Aus der kollaborativen Vernetzung – intern und extern – erzeugen sie ihren Treibstoff 4.0.

Liquid statt starr lautet auch die Empfehlung der Spin Doctors von St. Gallen im Auftrag der Telekom. Virtuelle Netzwerke ersetzen die herkömmlichen Rahmen und es ist erst der Anfang eines Auflösungsprozesses aller Unternehmens- und Arbeitsstrukturen, der sich beschleunigt.

Kollaboratives Arbeiten ohne feste Anbindung gehört zu den neuen Kompetenzen der Führungskräfte und aller Wissensarbeiter – und das waren im Jahre 2014 immerhin 73% der Erwerbstätigen in Deutschland.

Die Architektur und Ausführung der dafür notwendigen Infrastrukturen entscheidet letztlich über die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Die neuen Arbeitsstrukturen

Beim Wort Zusammenarbeit oder Teamarbeit denken hierzulande nicht nur Führungskräfte an Chaos und verlorene Zeit.

Analoge Gruppenarbeit begünstigt Social Loafing, Teamschmarotzer und Trittbrettfahrer – und stimuliert nur unter ganz bestimmten Umständen. (Daß Teamwork trotzdem unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren kann, zeigen die Beispiele von Google und Apple, die dafür die Voraussetzungen schaffen und sie begleiten.)

Viele Arbeitssitzungen oder Meetings gelten als angewandtes Beschäftigungs-Management von oben, Brainstorming-Sessions erreichen nicht immer das angestrebte Ziel, d.h. nach dem 1+1=3 Prinzip viel Kreativität, Power und mehr Produktivität zu erzeugen.

Kollaboratives Arbeiten war aber noch nie so ausschlaggebend für die Dynamik eines Unternehmens wie aktuell. Die digitalen Social Collaboration Tools sind auch immer benutzerfreundlicher, doch werden ihre Potenziale viel zu selten voll ausgereizt.

Gerade sie sind jedoch die Basis für

  • Kollaborativ_fueling your businesdie Entgrenzung von Zeit und Raum in der Arbeitswelt,
  • die dezentrale Mitarbeit, auch in anderen Zeit- und Werteinheiten,
  • die temporäre Einbindung von Experten und Fachkräften – beauftragen statt einstellen – und die nachhaltige Verwendung ihres Wissens,
  • das Teilen von Kompetenzen, z.B. in der Silver Economy,
  • ein Ressourcen sparendes Lernmanagement, z.B. für Onboarding-Prozesse,
  • die digitale Inklusion.

Aus ihrer Summe entsteht der Treibstoff 4.0.

Aufbruch in eine neue Galaxie oder Babel-Syndrom?

Die traditionellen Unternehmensstrukturen lösen sich auf und damit auch die vertrauten Arbeitsmodelle.

Arbeit trennt sich von Sozial und …

(…) durch die flexible und bedarfsgerechte Vergabe von Aufträgen an Arbeitskraft-Unternehmer lösen sich die traditionellen Arbeitszusammenhänge- und Abläufe auf.

- St. Gallen-Studie im Auftrag der Teleom: Arbeit 4.0: Megatrends digitaler Arbeit der Zukunft – 25 Thesen

Kollaboratives Arbeiten und die skalierbaren Infrastrukturen dahinter sind lediglich die logistische Voraussetzung für Arbeiten 4.0 und die Umkehrung aller Werte, die die zweite industrielle Revolution binnen 150 Jahren geschaffen hat.

  1. Es entledigt die Unternehmen endgültig aller gesetzlichen und sozialen Zwänge.
  2. Es entbindet den Wissensarbeiter aus seinem Arbeitsverhältnis, das viele physisch und psychisch krank macht.
  3. Es nimmt alle in die Pflicht, an der Schaffung einer neuen Arbeitswelt mitzuwirken. Sonst machen es andere.

In der neuen Galaxie der Mikrounternehmen haben KMU bessere Chancen als Großunternehmen. Sie erfüllen bereits im Vorfeld alle Voraussetzungen. Sie sind klein, mobil, flexibel, skalierbar und auf der Gewinnerseite, sofern sie zeitnah die Strukturen für ein kollaboratives Arbeiten intern wie extern schaffen.

Was brauchen sie neben den digitalen Infrastrukturen?

Turm zu BabelStatt des provide & pray Prinzips (also dem einfachen Bereitstellen und Hoffen auf die Potenzialentfaltung) braucht es ein ganzheitliches Konzept für ein ganz neues Bauwerk. Neben dem Geschäftsmodell eine Architektur der virtuellen Raffinerie.

Es ist eine zusätzliche Herausforderung, aber machbar. Die Alternative ist der Turm von Babel, wo jeder in seiner Ecke arbeitet und am Ende nur eine halbfertige Ruine bleibt.

Übrigens …

Wir bieten Anfang Mai 2016 einen Live-Workspace als kollaborativen Erlebnisraum an. Bis Ostern kann man sich einen Early Bird-Tarif sichern. Hier entlang, bittschön!

Wikis, Pads & Google Docs von Nicole Bauch

Wikis, Pads & Google Docs von Nicole Bauch


Zum Weiterlesen auf den Schultern der anderen

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