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Smart Craft is digital – das Handwerk wird digital

Zeitlos aktuell

Handwerker arbeiten mit ihren Händen und Köpfen, viel Erfahrung und Fertigkeiten. Aus Holz, Stein, Eisen, Stoffen entstehen Kunsthandwerke, Lösungen und Neues, manchmal aus Altem, oft aus dem Nichts. Mit beiden Händen in der Realität und mit dem Kopf einen Schritt voraus. Am Ende muss sich ja alles zusammenfügen und ein Ganzes ergeben.

Handwerker sind Macher. In der digitalen Umgangssprache heissen sie heute Maker und werden zu Prototypen der neuen Arbeitswelt jenseits der wechselhaften MINT- Berufe und kompetenzschwachen Dienstleister.

Tools mit Werkzeug

Maker verbinden nämlich handwerkliches Wissen und Geschick (ihr eigenes oder fremdes) mit digitalen Technologien und Know-How. Maker arbeiten quer durch Zeit, Raum, Techniken und Technologien und sind wie ihre Erzeugnisse hybrid, aber zeitlos aktuell.

Mehrwertig Universal

Smarte Handwerker sind die Zukunft der Arbeit und unseres Alltags und schaffen lokalen und sozialen Mehrwert, weil sie vier nachhaltige Faktoren verbinden und vernetzen: Fertigkeiten, Erfahrung, Wissen und Menschen. Ihr Mehrwert sprengt jede Metrik und ist an sich universal.

Was wären wir ohne sie, wenn uns der Putz von der Decke fällt, eine Leitung durchbrennt oder wenn wir aus Omas Häuschen ein altersgerechtes Umfeld machen wollen, möglichst noch mit unserem Handy und der Datenbank des Hausarztes vernetzt?

Smart Craft is digitalHandwerker vernetzt mit digitalenTechnologien sind ein riesiger Zugewinn für die Wirtschaft und Gesellschaft, denn aus der Verbindung beider entstehen neue Produktideen, neue Businessmodelle und neue Jobs.

Aus Massenherstellung und Billigprodukten entwickelten sich früher Wegwerfstrategien, doch die Makers weltweit zeigen, wo das Potenzial liegt, aus alten handwerklichen Fertigkeiten und innovativen Technologien sehr kreativ zu sein.

Vielseitig

Hier entstehen auch die Jobs 2020, aus grenzübergreifenden Kompetenzen, die nicht nur weg von dem Zwang der Massenproduktion gehen, sondern konkurrenzfähige Lösungen anbieten.

Für die künftigen Millionen Mikro-Entrepreneure mit handwerklichen Fertigkeiten, Netzdenken, dem digitalen Know-How, wie und wo man den kleinen Alltagsproblemen mit modern verwertbaren Lösungen entgegen treten kann, hier entsteht unbegrenztes Neuland mit erneuerbaren Ressourcen.

Vermessen müssen sie es allerdings noch selbst.

Einige Beispiele?

  • Dank 3D Drucker können Gegenstände des Alltags schon im Design, in der Entwicklung und Fertigung kundengerecht und individuell konzipiert und realisiert werden. Bestehendes muss nicht immer mangels Ersatzteile ersetzt werden, sondern wird erneuerbar.
  • 3D-Design gehört im Bauhandwerk schon längst zum Alltag, hinzu kommt jetzt nur noch das Internet der Dinge, die aus Omas kleinem Häuschen ein SmartHome machen.

Smart Craft makes smart homes

Alles machbar.

Nur, womit fangen wir an? Mit der Vernetzung der Kompetenzen, was sonst?!

Im Grunde geht es nicht nur um die Frage, wie man die Einzelteile produziert. Es geht auch um sinnvolle Inhalte für die Zukunft. Damit sind wir bei der sozialen Vernetzung und damit setzen wir uns künftig auseinander.

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1 Comment

  1. Ilona Orthwein

    Ich würde die „Maker“, wie wir sie auf den „Maker Faires“ antreffen nicht mit den klassischen Handwerkern gleichsetzen. Hier handelt es sich vielfach um innovative Tüftler und Leute, die dem DIY-Trend folgen. Fakt ist aber, dass auch das klassische Handwerk dem Digitalisierungs- und Automatisierungsdruck unterliegt. Längst ist aus dem KFZ-Mechaniker mit Schraubenschlüssel und Öl verschmierten Händen ein Mechatroniker geworden, der mit Laptop im PKW sitzt und Funktionen checkt. Ähnliches gilt für die verschiedenen Gewerke im Bereich Bau. Auch hier braucht man spezialisierte Fachkräfte für ausgeklügelte Lösungen in Sachen Energieeffizienz oder Smart Home. Und so könnte man so ziemlich alle Handwerksbereiche durchgehen und wird Beispiele für Digitalisierung und Automatisierung finden.
    Doch was heißt das für die Zukunft? Massen von handwerklichen Mikropreneuren kann ich mir nicht wirklich vorstellen, zumal schon heute die Mehrzahl der Mikro- bzw. Solopreneure kaum genug zum Leben verdient. Dann bräuchte man tatsächlich ein bedingungsloses Grundeinkommen – und die Leute könnten tüfteln … bis die besten Lösungen von Großkonzernen übernommen in Serie produziert und ins eigene Produktportfolio eingebaut würden – wie z. B. bei Oculus Rift, die vor ein paar Jahren über Kickstarter von der Crowd finanziert, dann von facebook aufgekauft und heute dort in deren neues Konzept der Vermarktung von virtual reality integriert sind.
    Aus meiner eigenen Tätigkeit als Unternehmensberaterin weiß ich, wie es dem klassischen mittelständischen (deutschen) Handwerksbetrieb geht. Hier sorgt die Digitalisierung und Automatisierung zwar langfristig, wie in der ganzen Wirtschaft für eine Absenkung der Grenzkosten, zunächst aber muss a) investiert und b) umgelernt werden.
    Und gerade letzter Punkt ist die Schwachstelle bzw. der Faktor Mensch ist es, der nicht so schnell dem Digitalisierungsdruck gewachsen ist. Es fehlen nicht nur passende Fachkräfte, sondern auch insgesamt entsprechend resiliente Menschen, die dem Veränderungsdruck gewachsen sind und – nicht zuletzt – das Wissen in den Betrieben um den Umgang mit den VUCA-Phänomenen. Und hier sind wiederum wir Berater gefragt…

    Mit herzlichen Grüßen aus Berlin-Tempelhof,

    Ilona Orthwein
    Orthwein Unternehmens- und Organisationsberatung

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