Input

Social Entrepreneurship mit Africa GreenTec

Vielen Dank für den Gastbeitrag von Torsten Schreiber.

Social Entrepreneurship ist für mich die Antwort auf die Frage: Welches Zukunftsmodell brauchen wir für eine friedliche und ressourcenschonende Gesellschaft der Zukunft.

Jahrzehntelang haben wir in der „westlichen Welt“ Menschen auf anderen Kontinenten ausgebeutet. In Afrika entnehmen multinationale Konzerne auf der einen Seite Wertschöpfung von 10 $ ohne jegliche Gegenleistung, und Geberstaaten, in deren Ländern diese Konzerne ihre Konsumgüter verkaufen, schenken dann 1 $ in Form von Entwicklungshilfe an die – zuvor ausgebeuteten – Länder.

Wir beuten also unmittelbar die Entwicklungsländer im Verhältnis 1 zu 10 aus. Als zusätzliches Dankeschön schenken wir ihnen die Folgen des Klimawandels gratis dazu, mit den Wetterfolgen des Klimawandels wie Dürren, Starkregen etc. lassen wir sie alleine. Sind erst alle Lebensgrundlagen entzogen, treiben wir die Menschen in den Bürgerkrieg um Ressourcen, die Kriegsparteien werden ordentlich mit Waffen versorgt, an denen obige Konzerne wieder kräftig mitverdienen. Menschen, die diesem Teufelskreis entfliehen wollen, lassen wir im Mittelmeer ertrinken.

Warum ist dieses System so wie es ist? Weil die multinationalen Konzerne und der Konsum auf einem Geldsystem basiert, das einzig auf Wachstum ausgelegt ist und die dafür verbrauchten Ressourcen völlig außer Acht lässt.

Nicht Regierungen regieren den Planeten und sind so verantwortlich für die Verwerfungen wie den Klimawandel, sondern riesige Unternehmen, die wir – jeder Einzelne – durch unseren täglichen Konsum und die Nachfrage „füttern“.

Diese Unternehmen „zu bekämpfen“ wäre sinnlos und deshalb kann auch die linke politische Bewegung, wie z.B. Attac oder militante Globalisierungsgegner das nicht aufhalten. Schon gar nicht mit „Gewalt“. Dennoch habe ich viel Verständnis für den „Widerstand“.

Ich bin überzeugt, es bedarf einer Reform innerhalb des Bewusstseins derjenigen, die für (diese) Unternehmen arbeiten. Letztlich des einzelnen Menschen, der konsumiert.

Neu gegründete Unternehmen sollten sich gar nicht mehr an Profit, sondern nur an Gemeinwohl orientieren. Hier gibt es auch ausgefeilte, ökonomische Modelle wie die Gemeinwohl-Ökonomie von Christian Felber.

Sozialunternehmer/innen sind ein Baustein dieser neuen Ökonomie, zu deren Speerspitze in Deutschland ich mich gerne zähle. Als Mitgründer und Betreiber des Portals social-startups.de fokussieren wir uns auf die junge Gründerszene in diesem Bereich.

Social Entrepreneurship kann somit die Antwort sein, wie man Unternehmen in der Gegenwart und in der Zukunft gründet und gestaltet. Hier bieten Organisationen wie das Social Impact Lab Frankfurt, Social Impact Lab Duisburg oder das Social Impact Lab Berlin tolle Starthilfe. Menschen wie Norbert Kunz, Dominique V. Dauster oder Hans Reitz sind seit vielen Jahren Frontkämpfer für diesen dringend notwendigen Wandel in der Unternehmenskultur.

Social Entrepreneur sein, heißt ein konkretes Projekt, einen konkreten Social Impact zu verfolgen. Für mich ist das die Bekämpfung von Klimawandel-Folgen und Fluchtursachenbekämpfung.

Torsten Schreiber in Amaloul (Niger), im Dialog mit Dorfbewohnern für sein Projekt

Dafür haben wir Africa GreenTec gegründet, mehr über unser Projekt und das ganzheitliche Konzept einer neuen Entwicklungszusammenarbeit findest du hier:

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