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Ein-Stunden-Foto: Einfach nur fotografieren oder aktiv fotografieren?

#flow40
Am 28. Dezember werden wir einige Angebote auf unserem FlowCampus freischalten. Der einzige englischsprachige Kurs ist der One Hour Photo Kurs von Andreas: Taking or Making photographs?. Diesen kann man im Voraus buchen. Als Geschenk für sich selbst oder für andere für das kommende Jahr 2018, ist das vielleicht eine Überlegung wert? Hier stellen wir euch den Kursanbieter vor.

Triff: Andreas Valentin, PhD

Zunächst, wer bist du? Und wie hast du zur Fotografie gefunden?

Mein Name ist Andreas Valentin. Ich bin Brasilianer deutscher Abstammung und lebe derzeit in Rio de Janeiro. Ich fotografiere seit über 50 Jahren. Ich habe in vielen verschiedenen Städten gelebt, unter anderem in Bangkok, Philadelphia, Berlin und Manaus im Amazonasgebiet. Die Fotografie öffnete mir immer wieder Türen, um diese Orte besser zu verstehen, ihre Kultur kennenzulernen und mit ihren Menschen zu kommunizieren. Ebenso hat die Fotografie als künstlerische Ausdrucksform meinen Geist und meine Weltanschauung geöffnet.

Ich unterrichte Fotografie auf verschiedenen Ebenen: für Jugendliche in der High School, für Absolventen und Doktoranden sowie in privaten Workshops und Lerngruppen. Ich freue mich jetzt auf diese erste Online-Lehrtätigkeit!

2) Was fasziniert dich an der Fotografie?

Wir leben heute in einer immer visuelleren Welt. Bilder überwältigen uns auf unseren Fernseh-, Computer- und Smartphone-Bildschirmen. Und wir alle sind sowohl Bild-Macher als auch Bild-Konsumenten. Was mich heute daran interessiert, Fotografie zu lehren und Menschen zu erreichen, ist, besser zu verstehen, wie wir in dieser intensiv visuellen Welt interagieren sollten.

Wie überleben wir – und unsere Bilder – in diesem Strudel aus Fotos und Videos?

Nun, vielleicht sollten wir anfangen, darüber nachzudenken, statt einfach nur zu fotografieren. Es geht um Bilder, die vielleicht von Dauer sind und in Erinnerung bleiben, anstatt um flüchtige Bilder, die fast genauso schnell vergessen werden, wie sie aufgenommen werden. Vielleicht sollten wir das Fotografieren verlangsamen.

3) Wie kann die Fotografie für die persönliche Entwicklung genutzt werden?

Lernen, wie man gute Fotografie macht, trägt zu unserer Gesamtentwicklung bei. Wir sehen die Welt auf eine andere Art und Weise: Statt eines oberflächlichen Blicks suchen wir nach Details, nach jenem Rechteck, das aus der sichtbaren Welt ausgeschnitten ist und sich in ein gutes Bild verwandeln könnte. Und so werden wir scharfsinniger, bewusster gegenüber uns selbst und dem, was uns umgibt.

Dazu müssen wir jedoch viel üben. Anstatt einfach nur im schnellen, automatischen Modus zu fotografieren, müssen wir versuchen, Fotos zu machen, auf eine besinnlichere, nachdenklichere Art und Weise. Wir müssen sowohl unser Gehirn als auch unsere Augen benutzen. Und, unser Gehirn zu benutzen, ist immer eine nette Sache!

4) Da sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit so schnell ändern: Welchen Beitrag kann die Fotografie dazu leisten?

Die meisten Menschen, die heutzutage fotografieren, sind keine Profis, aber sie lieben es trotzdem, zu fotografieren. Und tun dies immer öfter. Als Hobby, zum Entspannen, zum Spaß, als Marketing-Instrument, zum Aufbau sozialer Netzwerke, zum Sehen, Betrachten, Lieben und Verfolgen. Aus welchem Grund auch immer, tragen diese so genannten Amateurfotografen dazu bei, die Fotografie zu einem Status zu erheben, den sie nie zuvor hatte: Sie ist heute die weltweit am meisten praktizierte zeitgenössische Tätigkeit.

Die Billionen von Fotografien, die aufgenommen, hochgeladen, versendet und geteilt werden, verbinden Menschen auf vielfältige Weise.

5) Ein-Stunden-Micro-Kurse: Was gefällt dir persönlich an diesem Format?

Ein Mikrokurs ist eine moderne Ausbildung, die mir als moderner Mensch sehr gut gefällt, denn ich brauche kompakte, kurze und prägnante Inhalte, die ich unabhängig von Zeit und Ort online nutzen kann.

60 Minuten sind ideal für mich, um schnell einen Vorgeschmack auf ein neues Thema zu bekommen. Um zu sehen, ob ein Thema für mich und meine persönliche Entwicklung relevant ist.

60 Minuten sind auch ideal für mich, weil sie vorhersehbar und vielversprechend sind und mir helfen, den Kurs ohne Unterbrechung zu beenden. Weil ich den Kurs nach der Arbeit gut machen kann, wenn ich nur 1 Stunde meiner Freizeit investiere oder wenn ich eine Woche lang täglich 10 Minuten trainiere oder wenn ich die Mittagspause im Büro nutze.

Hier findet ihr das FLOWCAMPUS-Profil von Andreas.

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